Ich komm nach Kölle! [In eigener Sache]

Ich ziehe mal wieder um – diesmal von München nach Köln. Mein neuer Arbeitgeber ist Egmont LYX, über den genauen Aufgabenbereich kann ich erst in ein paar Wochen etwas sagen.  An dieser Stelle die Frage: Kennt jemand spannende Stammtisch, Runden, Termine in Köln abseits des anscheinend inaktiven Cthulhu-Stammtischs und der bekannten Cons? Ich danke im Voraus!

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Ein Lebenszeichen

Ich lebe noch. Ich bin sogar in Sachen Rollenspiel einigermaßen aktiv, war zu ein paar Spielsitzungen in meiner alten Nürnberger Runde zu Gast (um das Ende von Nocturnum zu erleben und meinen geliebten Andergast’schen Jäger zu spielen), bastle gerade an einer neuen Adepten-Magieschule für Unknown Armies, habe eine schöne cthuloide Neuigkeit im Bücherregal, die leider aktuell in Nürnberg liegt, und gedenke, kommendes Wochenende einmal beim GeWüLe vorbeizugucken. Die zweite Staffel Plotsprenger ist auch bereits in Arbeit. Allein: Es fehlt die Zeit zum Bloggen, sowohl hier wie auch bei Alles fließt. Und erst recht bei Quo Vadis Buch, einem neuen Blogprojekt, das sich ebenfalls an die Buchbranche richtet. Ich bitte das zu entschuldigen, gelobe aber vorerst keine Besserung, denn das wäre nicht ganz aufrichtig.

Trotzdem sei schnell für die Stammleser und Ctulhu-Fans darauf hingewiesen, dass es bei Hebanon ein neues, crowdgefundetes Abenteuer mit dem Titel „The Fall without End“ zum allgemeinen freien Download gibt.

Ist noch jemand beim GeWüLe? Hat jemand Anregungen für einen Crowley-Thelema-angehauchten Psychotherapeuten bei UA? Und was gibt es sonst eigentlich Neues bei euch?

Was am Rollenspiel Spaß macht: Meta-Bezüge

Zunächst einmal muss ich mich für die unterirdische Posting-Frequenz hier entschuldigen. Ich komme einfach nicht dazu, etwas zu schreiben – Job, Freizeit- und Privatleben nehmen mich doch stärker in Beschlag, als gedacht. Außerdem habe ich erst seit zwei Wochen wieder Rollenspielthemen auf dem Schirm, seit ich nämlich hier in München eine Runde gefunden habe. Wir spielen wöchentlich Unknown Armies, die Gruppe pflegt einen Stil zwischen Storytelling und Charakterspiel mit einigen (meist kommunikativ lösbaren) Rätseln. Sehr angenehm – und nette Leute.

Bei dieser Runde fiel mir (den Rollenspielkarneval im Hinterkopf) auf, was mir an Gegenwarts-Settings bzw. allgemein auf unserer „realen Welt“ basierenden Settings so gefällt. Ich nenne es in Ermangelung eines besseren Begriffs einfach „Meta-Bezüge“. Was ich damit meine, ist vielleicht am besten anekdotisch erzählt:

Unser aktueller Plot führte die Gruppe aus dem Jahr 2012 auf eine Zeit- und „Sphären“-Reise in einen Stadtteil Münchens, der 1997 durch ein Ritual entrückt wurde. Inklusive vollständiger Verdrängung jeder Erinnerung daran – oder kennt hier jemand das „Silbergartenviertel“ neben dem Glockenbachviertel?

Einer der Charaktere sagte dann den Satz, der für mich den Spielabend prägte: „Wenn so ein großes, unterbevölkertes Viertel einfach verschwindet, und außerdem eine Sphärenruption allerlei Gesocks aus aller Welt anlockt – dann ist die Wohnungsknappheit im München des Jahres 2012 kein Wunder.“

Bingo. Genau solche Bezüge zur Welt meine ich mit Meta-Bezügen. Die im Nachhinein oder durch eine Zeitreise oder sonstwie ein Faktum der Welt völlig anders erklären, interpretieren, illustrieren, als es unsere Outtime-Geschichtsschreibung tut. Darum gefällt mir das Shadowrun-Universum so gut, auch wenn die meist auf Taktiker zugeschnittenen Plots nicht dauernd mein Fall sind. Unter anderem darum liebe ich das Cthulhu der Zwanziger und Cthulhu Now, die völlig andere Interpretationen der spannenden Geschichte des 20. Jahrhunderts anbieten. Darum mag ich die WoD und ihre „Secret History“. Darum mag ich Alternate Reality Games.

Schön, dass ich es noch geschafft habe, am letzten Tag des September am RPG-Karneval teilzunehmen. Ich verzichte daraug, voreilig Besserung zu geloben, was die Postings hier im Blog anbelangt. Vielleicht wird das besser, wenn Domi wieder seinem Studium nachgeht und wir es vielleicht endlich mal wieder schaffen, ein paar Plotsprenger aufzunehmen.

My new occupation: dotbooks

Eine Ankündigung in eigener Sache (zu der ich auf Alles fließt schon viel früher kam): Ich arbeite jetzt bei dotbooks in München im Lektorat. Die Plotsprenger-Hörer wissen das schon, und hiermit teile ich die Information auch mit allen anderen Lesern. Wie viel Zeit für Cyclopean Citadels bleibt, kann ich noch nicht ganz abschätzen, aber sicherlich wird die Posting-Frequenz gerade in den stressigen Zeiten vor den Redaktionsschlüssen leiden. Auch hier noch der Aufruf: Wer neben dem Cthulhu-Stammtisch und den Rollenspieltreffen noch Spieler, Runden o.ä. kennt – her mit den Infos!

In eigener Sache: Ich brauche eine Bleibe in München!

Die Content-Dichte auf Cyclopean Citadels hat in den letzten Wochen abgenommen, und das liegt nicht etwa an mangelnder Motivation, sondern an fehlender Zeit. Denn ich bin aktuell in einem größeren Umbruchsprozess: Ich fange Ende des Monats bei einem Verlag in München an. Mein Problem: Ich habe noch keine Unterkunft dort. Also setze ich jetzt u.a. auf „Followerpower“ und frage die Leser: Kennt jemand eine (einigermaßen günstige) Bleibe in München, die zur Monatsmitte beziehbar ist? Oder jemanden, der jemanden kennt? Ich bin offen für WGs (gerne mit Rollenspielern) oder Zimmer/Wohnungen, das Budget ist aber nicht gerade üppig (Warmmiete nicht über 400.-).

Wie es mit dem Plotsprenger, Katerra und dem Blog weiter geht, wenn ich nun nicht mehr das zeitlich luxuriöse Leben eines Studenten führe, kann ich noch nicht abschätzen. Ich halte euch aber natürlich auf dem Laufenden!

Monatsrückblick – Juni 2012

Wie es nun bei uns üblich ist, lege ich hier mal eine kleine Zusammenfassung des Junis vor. Ganz übersichtlich und freundlich!

Unser Podcast-Projekt „Plotsprenger“ hat diesen Monat 3 neue Folgen ausgespuckt. In Folge 6 geben wir einen nicht ganz erst gemeinten Überblick des 2012er Aprilscherzes von Ulisses in Bezug auf DSA: Wege der Vereinigung. Der siebte Plotsprenger dreht sich um Rollenspiel in Online-Medien und der achte beleuchtet Realismus im Rollenspiel.

Cthulhoide Themen in diesem Monat waren die Cthulhu Libria 45 und 46, die uns Dennis präsentierte, Call of Cthulhu – the Wasted Land, welches ich vor kurzem rezensierte, erschien für Android. Dazu brachte uns Dennis ein Exemplar des Comics „Yuggoth Rising“ vom Erlanger Comic-Salon mit und entdeckte eine freie cthuloide Schriftart im WWW. Schließlich gab es einen Artikel darüber, dass Hebanon nun kostenlose Cthulhu-Abenteuer veröffentlicht.

Weiterhin auf dem Blog wurde der Roman „Aldarin“ für die Rollenspielwelt Aventurien (DSA) vorgestellt, der sowohl als In- als auch Outime-Text zu verstehen ist und es wurden 2 Kickstarter-Projekte erörtert: Ein Steampunk-Western-RPG und „Miskatonic Schools for Girls“. Dennis beglückte uns zudem mit einem Einblick in das Dasein eines „Puppet Masters“ bei Alternate Reality Games – und in die Fehler, die man dabei gerne macht. Weiterhin gab es ein Review zum PC-Spiel „Satinavs Ketten“ und dazu das Playtest-Material für DND von Wizard besprochen.

Das Sphäregeflüster veröffentlichte einen Podcast über das Thema „Schwierige Charaktere„, welches von uns nochmal in einem Eintrag aufgegriffen wurde und Dennis ließ uns einen Blick in seine Spielleitertoolbox werfen.

Und was niemals fehlen darf und damit meine ich wirklich NIEMALS: Zombies! Auch die wurden nicht verschont und mit einem Beitrag über „Zombies in der Popkultur“ abgedeckt.

In eigener Sache: Warum ich hier mit einem „falschen“ Account kommentiert habe

Lustige Sache: Irgendwann im Mai kommentierte ich hier unter dem Account ikarusTLG. Und das führte zu massivem Fluchen meinerseits, bis ich es rückgängig gemacht hatte – was nichts daran änderte, dass alle eMail-Abonnenten den komischen namen in ihrem Posteingang gefunden haben dürften.

Was war passiert? Meine Projektorganisation hatte versagt. IkarusTLG ist nämlich das Blog eines Charakters in dem Alternate Reality Game „Findet Jonathan!“, das ich zusammen mit zwei Freundinnen für den KOSMOS-Verlag auf die Beine gestellt hatte.

Wer sich mal mit ARG – die sich von Rollenspielen übrigens vor allem darin unterscheiden, das die Spieler keine Charaktere übernehmen, sondern sich selbst spielen – befasst hat, weiß, wie sakrosankt die Immersion in solchen Spielen ist. Der Grundsatz lautet nicht umsonst: This is not a game! Als Puppet Master sollte man kein falschen Hinweise streuen, etwa durch dämliches Kommentieren im eigenen Blog, während man unter einem spielrelevanten Account eingeloggt ist.

Auf die geniale Idee, einfach einen anderen Browser für die Pflege des Ingame-Blogs und anderer Ingame-Kanäle wie die zentrale Facebook-Site zu verwenden, kam ich übrigens erst diese Woche, als ich den Fehler tatsächlich nochmal beging. Ich bin halt lernresistent …

[Eigenwerbung] Das Spiel  ist seit dieser Woche vorbei – vorher wollte ich auch nicht auf die Hintergründe meiner „Fehlpostings“ eingehen. Es diente übrigens der Verbreitung der Jugendkrimi-Reihe Disconnected, für die wir auch einen Trailer produziert hatten und nun eine Leserunde auf der Plattform Lovelybooks veranstalten. Der Trailer, den ich der RPG-Blogosphäre aus Gründen schamloser Eigenwerbung nun zumute:

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Entschuldigt also eventuelle Verwirrnisse. Den Spielern fiel jedenfalls nichts auf – ergo bin ich als Puppet Master aus dem Schneider. Rückfragen willkommen, wer sich näher mit ARGs auseinander setzen möchte: