Plotsprenger #5: Katerra

Heute machen wir mal in eigener Sache: Wir stellen kursorisch unsere FATE-Dark-Fantasy-Setting „Katerra“ (Arbeitstitel) vor. Sagt uns auf jeden Fall, ob ihr mehr, weniger oder gar nichts davon hören wollt – das beeinflusst die nächsten Plotsprenger doch erheblich.

Das Inhaltsverzeichnis enthält Links auf Unterseiten mit Material:

  1. Wie wir zur Idee kamen
  2. Das System: FATE
  3. Die Welt
    1. Der Planet
    2. Das bislang spielbare Reich: Das Imperium
    3. Kultur
    4. Politik: Das imperiale Akademiewesen
    5. Magie
    6. Geschichte
    7. Rassen
    8. Bemerkenswerte Personen

Und nun viel Spaß mit der vierten Episode Plotsprenger!

Und hierlang geht es direkt zur Datei.

19 Gedanken zu “Plotsprenger #5: Katerra

  1. Die Folge hat mir gefallen.
    Schön wenn sich jemand über Dark Fantasy Gedanken macht. Ich spiele zwar Warhammer Fnatasy 3rd , aber die Anregungen für eine dreckige Welt würde ich schon in mein Spiel mit einfließen lassen.
    in dem Sinne lasst Euch nicht aufhalten.

  2. Bevor ich zum Hauptthema kommen: Ihr habt ja bei der Generierung von Charakteren gesagt das man quasi die Gruppe mit generiert. Ist das optional? Oder werden ohne diese Verknüpfungen Charaktere ’schwächer‘ (trotz narrativem System werden die Charaktere ja irgendwie gebalancet, nehme ich jedenfalls an). Und funktioniert das während des Spiels noch genauso gut? Kommt ja doch evtl. mal vor das Spieler neue Charaktere brauchen. Und funktioniert der Prozess wenn man seinen Charakter mit Eigenschaften ausstatten die andere Spieler noch nicht kennen sollen (einige Story-Fäden werden ja auch dadurch interessant das man die anderen Charaktere besser kennen lernt – hängt natürlich auch vom Grad ab, muss ja auch nicht immer der getarnt arbeitende Druide sein)?

    Konzept ist auf jeden Fall interessant, hätte auch nix dagegen mehr davon zu hören.

    Zu Katerra:
    A) In welcher Relation steht die Welt zu unserer? Ich hatte so eigentlich nicht das Gefühl das es irgendwelche Verknüpfungen gibt (wie z.B. ja in Shadowrun), das was mich allerdings fragen lässt ist zum einen das ihr Europa und Afrika als Kontinent-Vorlage erwähnt habt und auch der Name an sich (Terra), oder habt ihr da nur das Layout gestohlen?

    B) ihr habt ja mehr oder minder stark von Rassismus/Stereotypen geredet. Wie stark ist das ausgeprägt? Vor allem von der beruflichen Seite aus, gibt es wirklich gnomische/elfische/etc. Berufe in denen auch nur diese beschäftigt sind, oder ist das offener?

    C) Existieren göttliche Kräfte? Nehme mal an das Gottkaiser Basilis XII. keine echte Gottheit ist und auch keine karmalen Kräften verteilen kann. Aber bei den Freiseglern habt ihr ja einige Götter aufgezählt – sind diese wirkliche Entitäten die in das Geschehen eingreifen können oder einfach nur Glaube?

    D) Ich weiß ja nicht was ihr damit genau vorhabt, aber was ich mir Gedacht habe, als ich mir eure schriftlichen Dreingaben etwas angeschaut habe [in der Rassenübersicht habe ich keine Zwerge gefunden], das ein paar Links und so ganz nützlichen wären. Vielleicht würde sich auch ja auch eine Wiki dafür anbieten (würde, wenn ihr das wollt, es natürlich auch später einfacher machen wenn andere Leute etwas ergänzen wollen)

    E) Regel-technisch kann ich überhaupt nichts zu sagen, da ich mich noch nie mit Fate auseinandergesetzt habe.

    F) Zum Thema klauen aus anderen Settings: Ist denke ich schwer etwas zu schaffen, von dem man komplett sagen kann es ist neu – gerade wenn man eine etwas größere Welt erschaffen will (und einiges lebt natürlich auch vom Wiedererkennungs-Wert und macht es leichter spielbar, nicht umsonst gibt es einige Rassen die fast überall mitspielen dürfen). Musste vor allem bei der Magie irgendwie auch an Dark Sun denken (auch wenn ich zugeben muss das ich mir dazu nur den Wikipedia-Artikel durchgelesen habe, da es eine Order of the Stick -Parodie zu geben wird, und ich wissen wollte wie das Setting aussieht)

    1. Na dann mal der Reihe nach in jeweils separaten Kommentaren:

      @Generierung: Normalerweise generiert man die Gruppe als Ganzes, dadurch kommen zwei der fünf Aspekte zu Stande. Man kann diese aber bei später einzubauenden Charas auch anderweitig bestimmen oder generiert den Charakter eben „rein“, indem man ihn mit dem Hintergrund eines schon existenten Charakters verknüpft. Da muss man sich Einzelfalllösungen überlegen – prinzipiell geht das aber auf jeden Fall, wäre sonst ja auch ein gewaltiger Konstruktionsfehler.

      „Getarnte“ Aspekte oder Fähigkeiten gehen natürlich wie in jedem anderen System, sie sollten halt nicht auf einsehbaren Sachen stehen … Wie man das genau umsetzt muss man auch von Fall zu Fall entscheiden, ob man etwa „Tarnaspekte“ nutzt oder einfach hinterm Berg hält, was der 5. Aspekt ist.

      Aspekte sind btw. nicht zwingend positiv (bzw. sollten immer ambivalent sein), da wird dem Powergaming also vorgebeugt. Soweit das in einem narrativen System möglich ist.

    2. @A: Wir hätten vllt. erwähnen sollen, dass das eine Medieval-Fantasy-Welt ist. Die offensichtlichsten Sachen vergisst man immer;). Überschneidungen mit der OT-Welt, vor der wir uns alle ins Rollenspiel flüchten, gibt es nur als Anspielungen und Anlehnungen (etwa die Kontinente, Personen, etc.).

    3. @B: Die Rasse determiniert aufgrund gesellschaftlicher Zwänge, welche „Profession“ sinnvoll/möglich ist. Aber keine Sorge, die Dark-Fantasy-Stereotypen wie Dieb, Meuchler, Söldner kann man egtl. rassenunabhängig spielen ^^. Nur wird ein Nichtmensch es recht schwer haben, „Magier“ zu werden oder imperialer Soldat. Das Imperium ist halt ein Rassistenclub.

    4. @C: „Göttliche Kräfte“ haben wir bis dato nicht ausgearbeitet. Mir persönlich würde es auch besser gefallen, wenn Religion lediglich ein Konzept zur Welterklärung darstellt und ihr keine echte Realität zukommt, aber wir diskutieren das nochmal genau durch. Einige Rassen, die noch in Planung sind, beten auf jeden Fall reale Wesen als Götter an; ob die allerdings echte Kräfte anbieten, ist noch ungeklärt. (Und wenn dann wohl eher über den Umweg der Magie.)

    5. @D: An ein Wiki habe ich auch schon gedacht, auch als Tool zur Erstellung. Evernote hat das Problem, dass die Formatierung ’ne Bitch ist, wenn man exportiert. Insgesamt hatten wir daran gedacht, das System auf jeden Fall in PDFs zu veröffentlichen. (Und eventuell bietet sich auch eine eBook-Version an, Pressbooks wollte ich schon lange mal ausprobieren. Das würde aber wieder eher für WordPress als CMS sprechen.)

      @Rest: Dann freut euch auf mehr Katerra, wir nehmen morgen wieder auf🙂 Aber mal sehen, ob wir nächste Woche nicht erstmal einen Meinungsbeitrag oder so bringen.

  3. Hi,
    ich finde es toll, das ihr eine Welt baut und das mit uns Teilt.
    Ich verstehe auch, das man nicht alles neu erfinden kann, aber ich sehe jetzt das Alleinstellungsmerkmal nicht. Was unterscheidet Katerra jetzt grundsätzlich von z.B. der Warhamer Fantasy Welt? Auch da werden nicht lizensierte Magier gejagt, Magie ist gefährlich (sogar unberechenbarer weil sie nicht nur Schaden macht sondern alles mögliche), Weltenwunden kann man auch mit Chaostoren vergleichen, Steampunkzwerge gibts da auch…
    OK es gibt keine Judengnome aber das alleine reicht mir nicht.
    Mir fehlt einfach ein Argunment warum ich in Katerra spielen sollte anstatt in der Warhammer welt?
    Ihr wollt ja noch etwas drüber reden, was ich gut finde. Kommt ja noch einiges z.B. Religion.
    Trotzdem gefällt mir euer Podcast, also weiter so.

    PS: die Ling Imbisse find ich klasse.

    1. Judengnome sind kein USP? In was für einer Welt wir leben😉.

      Ich kenne mich leider mit Warhammer nicht gut aus, kannst du kurz skizzieren, wie es da politisch aussieht? Zentral für uns ist ja die magokratische Politik des Imperiums, die alles für alle (incl. dem Planeten) schlimmer macht und die innere und äußere Konflikte provoziert. Man spielt in einem totalitären System, dessen Führung nicht begreift oder begreifen will, dass die eigene Expansion längst den Zenit überschritten hat und jetzt nur noch fortgesetzt wird, weil sonst alles zusammenbricht.

      Gibt es für Warhammer eigentlich eine FATE-Portierung? Denn das System FATE war auch ein Argument, dieses Setting zu kreieren und es speziell auf das System abzustimmen.

    2. Achja, und was ebenfalls ein bisschen anders ist: Wir wollen ein schlankes Setting, das jeder an seine Bedürfnisse anpassen kann. Wir geben nur die Grundideen und Elemente vor, aber es soll keinen „von oben“ vorgegebenen Handlungsverlauf der Geschichte geben. Es wird also nicht schwer, beliebige eigene Ereignisse zu spielen, ohne mit einem Kanon zu kollidieren – das stört mich an Aventurien so.

      1. Naja Politisch gibts halt nen Imperator, der von Kurfürsten gewählt wird. Da ist Katerra schon anders, stimmt.
        Mit Fate kann man ja eigentlich alles recht problemlos spielen, hab aber nicht extra nach einer Umsetzung gesucht.
        Was mir eigentlich gefehlt hat ist ein kurzer Satz, der mir die Welt schmackhaft macht.
        z.B.:
        „magokratische Politik des Imperiums, die alles für alle (incl. dem Planeten) schlimmer macht“
        Das Reicht mir schon.

        Und ja, das stört mich an Aventurien (neben den Regeln) auch.

        Bei Warhammer gibts nur den Sturm des Chaos, da Überrennen die bösen Chaoshorden das Halbe Imperium. bevor sie knapp zurückgeschlagen werden.
        In Edition 2 Spielt man nach diesem Sturm, und man ist mit den Auswirkungen dieses Krieges konfrontiert.
        In Edition 3 spielt man davor und ich glaube das sie da noch eine Kampagnie über den Krieg rausbringen wollen.
        Ansonsten gibt es meines Wissens nichts.

  4. Ich habe die Folge sehr genossen und würde gerne mehr von Euer politisch unkorrekten Welt hören. Auch die direkte FATE- Regelanbindung ist für mich interessant; also geht von mir aus gern auf mechanische Dinge ein.

    1. Morgen wird wieder aufgenommen, eine der Folgen wird sehr wahrscheinlich Katerra-Bezug haben. Danke für das positive Feedback! Gibt es außer Mechaniken im Spiel noch mehr, das du gerne breiter beleuchtet sehen würdest?

  5. Also, diese Gnomenstelle ist, freundlich gesagt, ziemlich mißverständlich formuliert, ich will mal nicht hoffen, dass das tief blicken läßt. Im Nachhinein seid ihr ja noch kurz auf den Unterschied zwischen Klischee und tatsächlichen Sachverhalt gekommen. Ansonsten hat es ja einige interessante Aspekte. Was noch auffiel, dass die Verderbnis der Magier sehr Sword&Sorcery-typisch ist, beim neuen DCC RPG gibt es dazu ein tolles Bild, welches die verschiedenen stadien eines Magiers zeigt.

  6. Fand es insgesamt auch interessant, danke für den Podcast!

    Zur Welt: ich finde Dark Fantasy generell sehr interessant. Nach Greifenklaues Kommentar bin ich mir nicht sicher, ob ich etwas, was ich nun kritisieren werde, richtig verstanden habe… Zu den Gnomen! Mit dem Imperium als „Rassistenclub“ oder überhaupt Rassismen in der Welt habe ich kein Problem, das finde ich passend. Blöd fänd ich, und so habe ich euch verstanden, wenn die Vorurteile bei den Gnomen auch zutreffen. Natürlich kann eine Gruppe oder eine Kultur tatsächlich Eigenheiten ausbilden, die auf Kritik stoßen. Aber ich finde, es sollte interpretierbar sein und nicht so platt und einfach, dass ein rassistisches Klischee tatsächlich zutrifft (wie: Gnomen sind tatsächlich heimtückisch, gierig, schlecht etc.). Das wäre generell eine fragwürdige Botschaft, wenn man eine Welt erschafft, in der ein uns bekanntes rassistisches Vorurteil als Realität in Bezug auf eine Gruppe vorkommt. Denn in unserer Welt trifft meines Erachtens überhaupt kein solches Vorurteil bei irgendeiner Gruppe zu.

    Super macht das z.B. Andrzej Sapkowski mit seinen Romanen über den Hexer Geralt von River (The Witcher): Da haben Zwerge, Gnome und Elfen unter Vorurteilen der Menschenwelt zu leiden, werden dadurch eventuell vorsichtig, hasserfüllt, was auch immer, aber die Vorurteile funktionieren wie in unserer Welt und sind nicht einfach wahr, sonder haben Ursachen, die auch in Sozialstrukturen oder Berufshintergründen (Arbeit als Banker oder Reichtum) zu finden sein können. Die Düsternis dieser Welt äußert sich dann in Vergewaltigungen durch Soldaten des „guten“ Königs am Straßenrand, Pogromen an Nichtmenschen, Massakern, die elfische Rebellen verüben usw.
    Orks bei DSA wären vielleicht auch ein gutes Beispiel: Sie haben eine kriegerische Kultur und bedrohen durchaus andere Völker, trotzdem treffen die Vorurteile gegen sie nicht einfach zu.

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