Plotsprenger S02E05: „Monster“ – die besten nicht-intelligenten Gegner

In unserem neuen Plotsprenger dreht sich alles um die Frage, welche Monster (als Zufallsbegegnungen, Plotaufhänger etc.) unsere Favoriten sind. Wir wünschen viel Vergnügen!

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Dies ist ein Beitrag zum Karneval der Rollenspielblogs im Mai:

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Plotsprenger #6: Wege der Vereinigung unter der Lupe

Im neuen Plotsprenger geht es um den besten Aprilscherz des Jahres: Wege der Vereinigung (WdV). (Die Google Glasses haben sich ja post festum als doch nicht so scherzhaft herausgestellt.) dabei streifen wir natürlich auch den Themenkomplex Sex und Geschlechtlichkeit im Rollenspiel (und am Spieltisch) – wir hoffen, ihr hört, wieviel Spaß wir beim Aufnehmen hatten und habt genausoviel!

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Der steinige Einstieg ins Rollenspiel

Per aspera ad astra, wie es so schön heißt; oder auch: aller Anfang ist schwer; oder: [insert matching proverb here]. In zwei Blogartikeln und wohl auch in einigen Foren (ich sollte mal darüber bloggen, warum ich in RPG-Foren so inaktiv bin …) ging es die Tage um den Einstieg ins Rollenspiel.

Ich erinnere mich selbst noch ganz gut, wie ich richtig ins Rollenspiel, in DSA, eingestiegen bin. Erstmal war alles sehr einschüchternd: Viele Werte, ein komplizierter Charakterbau (den ich per Generatorsoftware recht suboptimal erledigte), umständliche Proben und eine sehr komplexe, und leider auch sehr komplex beschriebene Welt, die einem Einsteiger kaum Freiheiten lässt.

So war mein Eindruck am ersten Tag, so war er nach einem Monat, und so ist er eigentlich auch heute noch, auch wenn ich nun das „Herrschaftswissen“ eines einigermaßen gestandenen DSA-Spielers besitze. Kurz gesagt: DSA ist kein Einsteiger-System, aber wer den EInstieg mit DSA schafft, der wird es in jedem System schaffen, das für den Spieler nicht völlig unpassend ist. Die Komplexität wird sich wohl auch nicht reduzieren lassen, höchstens für den absolut ersten Einstieg. Zu den Gründen schreibt Arkanil:

Auf Dauer lässt sich kein Schmalspur-DSA spielen. Das Regelwerk tut zwar so, als ob ein Großteil der Regeln nur optional wäre. Tatsächlich gehen die meisten DSA-Produkte aber von der Gesamtheit der Regeln aus. Nicht das Hinzufügen von Regeln ist optional, sondern meist nur das Weglassen von Regeln. Ähnliches gilt für die Spielwelt. Nicht das Befolgen des Metaplots ist optional, sondern das Abweichen davon.

So ist die Ulisses-Produktpolitik – und eine Änderung ist nicht in Sicht.

Auch bei n3rdpol befasst man sich mit der Frage, was Einsteigerfreundlichkeit ausmacht. Das Kriterium Preis ist sicher wichtig, aber vielleicht eher für ganz neue Gruppen, in denen jeder Einsteiger ist. Das dürfte kaum der Regelfall sein, die meisten Leute kommen über bereits spielende Freunde zum Hobby. (So jedenfalls mein Eindruck, der natürlich rein subjektiv und nicht durch empirische Daten gestützt ist.)

Aber auch, wer unter Anleitung einsteigt, hat bestimmte Bedürfnisse – etwa ein nicht zu komplexes Regelsystem. Mich hat die (Über-?)Komplexität von DSA damals nicht abgehalten, mich einzulesen, auch wenn es sicher hunderte Stunden gedauert hat, bis ich nicht mehr bei jeder Probe und für jedes Detail nachfragen musste. Wer aber weniger motiviert ist als ich damals oder schlicht weniger Zeit hat als so ein Oberstufenschüler, der wird das System wieder aus der Hand legen. Ich hatte sicher die beste Unterstützung durch eine erfahrene Gruppe, und nur das hat mich DSA weiter erkunden lassen.

Ich gehe davon aus, dass diese Artikel zum Thema RPG-Einstieg vor allem von schon „praktizierenden“ Rollenspielern gelesen werden, die neue Leute an das Hobby heranführen wollen. Der wichtigste Faktor für mich: Die gestandenen Spieler müssen für die neuen da sein und ihnen Hilfestellung bieten. Das beginnt schon bei der Wahl des Systems – gut sind Systeme, die schnelle Charaktergenerierung erlauben, nicht zu viele, aber eindeutige und intuitive Regeln bieten und dem neuen Spieler idealerweise auch eine halbwegs vertraute Welt anbieten. Ich persönlich würde wohl am ehesten zur WoD, zu Shadowrun oder zum überarbeiteten Call of Cthulhu greifen. Bei Fantasy-Systemen bin ich mir nicht sicher, DSA ist jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss. Ich selbst kenne aber kaum anderes.