Kulte, Banden, Gilden, Sekten

Die Gilde der fahrenden Händler (Esiliusim-Kontor)

De facto schon längst nicht mehr mit dem Haus Esiliusim verbunden, aber einstmals von einem einflussreichen Mitglied gegründet, kümmert sich dieser Händlerverbund vor allem um den freien Austausch von Waren zwischen den Randprovinzen und dem Zentrum des Imperiums.

Unter der Hand handelt es sich bei der Gilde jedoch um eine Organisation, die Hehler und Diebe des gesamten Imperiums vereinigt – ganz satzungsgemäß also den freien Austausch von Waren gewährleistet. Ursprünglicher Gründungsgrund war, Diebesgut aus den Randprovinzen unkompliziert und sicher nach Kallipolis zu schaffen und dort zu verlaufen. Das Gildenoberhaupt, sofern vorhanden, ist unbekannt.

Die Zeugen des Weltenbruchs

Diese exklusive Sekte von größtenteils paranoiden Apokalyptikern wurde von Lafarius Hubertus vor mehreren Jahrhunderten gegründet, nachdem dieser zum Zeugen einer aufbrechenden Weltennarbe geworden war. Er desertierte aus dem Magierkorps, das ihn dieser Expedition begleitet hatte, zog sich auf ein Landgut zurück und verfasste im Verlauf der kommenden vier Jahrzehnte seine „Heiligen Texte“, mehrere zehntausend Seiten apokalyptischen Geschwurbels, das seine Anhänger heute noch wörtlich auslegen.

Die wenigsten Anhänger haben je mehr als zusammenfassende Pamphlete gelesen (oder sich vorlesen lassen) – doch auch den eifrigsten Studenten von Hubertus‘ Schriften eröffnet sich nie ganz, welchen Ausweg der Meister aus dem Weltuntergang sieht: Seiner Apokalypse zu Folge, wird die gesamte Oberfläche Katerras aufbrechen und die Menschheit verschlingen. Dunkle Andeutungen eines möglichen Seelentransfer seiner Jünger auf einen Kometen, der Katerras Bahn irgendwann kreuzen wird, mischen sich mit geradezu paranoiden Beschreibungen von Insektenwesen.

Der freie Söldnerbund

„Geld für Blut – Blut für Geld“: Unter diesem Motto vereinigen sich die Söldner diverser Landwehren, Heere, Banden etc. Für einen Obolus, meist einen fixen Anteil vom Sold, erhalten die Mitglieder einige Vorzüge und Vergünstigungen: Im Falle ihrer Verwundung kümmert sich der Bund nach der ersten feldmedizinischen Versorgung um längerwährende Behandlungen, bezahlt im Falle der „Arbeitsunfähigkeit“ eine (wenn auch geringe) Rente und kümmert sich um eventuelle Hinterbliebene.

Vor allem in den verlustreichen Schlachten der letzten Zeit gelang es Komitees des Bundes zudem, für organisierte Mitglieder den Sold teils massiv zu erhöhen. Der freie Söldnerbund wird daher zusehends ein Ärgernis für die Feldherren und Herrscher des Imperiums, das bereits erste – vor allem bürokratische – Schritte plant.

Der Vorsitzende Arvinius Romelius ist ein gealterter Orkensöldner. Er reist abwechselnd mit verschiedenen Söldnerheeren, jedoch nie mit Unterstützungstruppen imperialer Armeen. Als Kind erlebte er bitterste Armut, nachdem sein Vater im Söldnerdienst gefallen war – und seine eigene Wut über die schlechte Bezahlung als Söldner tat ihr übriges, um ihn zur Gründung des Bundes zu bewegen.

Ranke der Freiheit

Dieser lose „Verbund“ von Druiden, Hexen und anderen „maleficari“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Katerra wieder zu einem lebenden Planeten zu machen und die schädlichen Enflüsse der Zivilisation auszumerzen. Ihr Anführer ist Jamos Gowanios der Ältere, ein skrupelloser Druide mit dem Spezialgebiet der Herrschaftsmagie (über Menschen wie Tiere).

Die „Ranke der Freiheit“ ist in kleinen Zellen („Ästen“) organisiert, die aus 2-3 „Dornen“ bestehen. Sie „befreien“ etwa das Nutzvieh von Bauernhöfen, zerstören größere Gebäude und bekämpfen vor allem die Kartographie unerforschter Gebiete – wobei sie auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Ihr Ehrenkodex umfasst – sofern Gründe der Tarnung nichts anderes gebieten – ein veganes Leben, den unbedingten Schutz tierischen Lebens und das „Gesetz des Ausgleichs“: Für jedes getötete Tier muss ein Fleischfresser sein Leben lassen. (Dieser Grundsatz mag erklären, warum sich viele Elfen zur Ranke hingezogen fühlen.)

Der Schwarze Harlekin

Dieses imperiale Untergrundbündnis, dessen Mitglieder sich nicht einmal darauf einigen können, ob sie sich nun „Der schwarze Harlekin“, „Der Schwarze Harlekin“, „Schwarzer Harlekin“, „Schwarzer Gaukler“ oder gar ganz anders  nennen wollen, wäre eine erntzunehmende – weil zu allem entschlossene – Widerstandsgruppe in den großen Reichen. Zum Glück der Magokratie sind sie durch permanente interne Grabenkämpfe in ihrer Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt.

Die Mitglieder sind verbissene Atheisten, die zudem ein massives Problem mit der Obrigkeit und allen Autoritäten haben – nicht eben die Paradebürger der Gottkaiser- und Pharaonentume. Intern verfügen sie über kaum bis keine Hierarchie, und keine zwei „Possenreißer“ teilen dieselbe Meinung. (Verbreitet ist lediglich eine latente Humorlosigkeit, ausgenommen bei der „Anarchistisch-Atheistischen Befreiuungsfront zur Wiederherstellung der Lebensfreude im Imperium“, AABWLI.)

Eine analoge Vereinigung („Der Schwarze Scharlatan“; zu Benennungsstreitigkeiten vgl. den obigen Text) existiert ebenfalls im Setanerreich, wobei bis dato unklar ist, ob diese Gliederungen miteinander korrespondieren.

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