Lovecraftian Letters

Hier handelt es sich um einen von zwei Importen aus den Seitenhieben, meinem alten und mittlerweile eingestellten „Alles-durcheinander“-Weblog. Dieser Artikel schien mir zu interessant, um ihn dem Vergessen des Web anheim zu geben. Über meinen Gewinn beim Cold Letters Event auf YSDC habe ich dann bereits hier gebloggt.

Vor einigen Wochen bloggte ich über ein Indiegogo-Projekt zur Finanzierung der „Lovecraftian Letters“, einer Kollektion von Kühlschrankmagneten. Vor Kurzem gab es dann die Meldung über YSDC, dass die Ware verschickt worden sei – und heute kam sie auch bei mir in Deutschland an. Und so sah mein Paket dann aus:

Darin finden sich, für presubscriber only, zwei große lovecraftian post cards. Vorder- und Rückseite:
In der hübschen Metalldose, die auch als „Tafel“ für Geschichten und Aphorismen dient, findet sich dann folgender Inhalt:
Das Wort „INDESCRIBABLE“ ist in Oxblood Ink geschrieben, was laut Wikipedia auch für Amphetamine steht. Ich habe bislang auf den Konsumtest verzichtet … Der Schlüsselanhänger mit Einkaufswagenchip bildet ein Älteres Zeichen ab – und zwar das ursprüngliche Elder Sign, nicht das gerundete Pentagramm mit Auge darin, das auf Derleth zurück geht. Meines Wissens gibt es den Anhänger und die zusätzlichen Magneten (etwa eine Comic-Darstellung Cthulhus und eines fliehenden Mannes in beigem Anzug mit Tommy Gun) ebenfalls nur für Subskribenten.
Die Letters selbst sind zahlreich:
Und daraus lassen sich diverse Geschichten und Fragmente bilden, von eher affirmativ-kultistischen:
über verwirrt-kultistische:
bis hin zu historischen:
oder pragmatischen:
Demnächst wird es laut Ankündigung auf YSDC einen Wettbewerb um die „Cold Letters“ geben, bis dahin ein paar Anregungen, was man mit diesen Magneten anfangen kann, so man denn welche hat:
  • Kleine Geschichten für Mitbewohner erzählen. Jeden Morgen findet sich am Kühlschrank eine neue Zeile. (Leider bedingt das frühes Aufstehen, oder zumindest ein früheres als das der anderen.) Und damit es Mehrwert hat und social media wird: Beschränkt euch auf 140 Zeichen und twittert das dann auch noch, oder besser: twittert ein Foto.
  • Als Handout verwenden. Die Spieler einer CoC-Runde bekommen etwa obige To-Do-Liste eines gesuchten Kultisten in die Finger und müssen schneller sein als er, um zu verhindern, dass er bis zum Punkt „call mother“ kommt. Und vielleicht hat der verwirrte Mann ja den ein oder anderen Wortdreher in seine Liste gebastelt – absichtlich, um die Charaktere zu täuschen, oder unabsichtlich und damit vielleicht noch gefährlicher.
  • Als Plot-Quelle für eine Session „Discordia – A Little Game about a Lot of Chaos“ verwenden. (Eine Kopie des Regelwerks findet sich bei scribd per Google, ich bin mir aber bzgl. des rechtlichen Status dieser Kopie nicht ganz sicher.) Denn dort wird für eine random plot generation vorgeschlagen:

The first thing you have to do is learn the Cut-Ups Method. William Burroughs invented it (we think). It
involves getting a bunch of random words together, throwing them in a pot, then drawing them out and
making sense out of them. I’ve done it for all the chapter headers of this book. Not only are they chapter
headers, but they’re also adventure hooks! All you have to do is get a bunch of words together (make them
exciting words; don’t use boring ones), toss them in a pot (or a hat), and take out five of them. Put them
together in any order that makes sense (or even doesn’t) and make an adventure out of it. (Discordia, First Draft, p. 23)

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