Alternate Reality Games: Irgendwie auch ein RPG-Genre

Alternate Reality Gaming is, according to CNET, „…an obsession-inspiring genre that blends real-life treasure hunting, interactive storytelling, video games and online community…

[…]

These games (which are usually free to play) often have a specific goal of not only involving the player with the story and/or fictional characters but of connecting them to the real world and to each other. Many game puzzles can be solved only by the collaborative efforts of multiple players, sometimes requiring one or more players to get up from their computers to go outside to find clues or other planted assets in the real world. (What is an ARG?)

ARGs haben ein bisschen was von Rollenspiel, teilweise auch von Live-Rollenspiel, sie haben etwas von de profundis, weil sie über Briefe und andere Fernkommunikation gespielt werden (können), und sie sind ein interessantes Medium, fürs Storytelling wie auch fürs Marketing. Letztere Funktion habe ich auch in meiner Bachelorarbeit analysiert.

In Deutschland dominiert den (kleinen) ARG-Markt zumindest nach meiner Wahrnehmung das Unternehmen vm-people, mit dessen Geschäftsführer ich ein längeres Interview für genannte Arbeit geführt habe.

Bei der Gelegenheit habe ich mich natürlich auch gleich bei der ARG-Portalseite folge-dem-kaninchen.de registriert – und bin nun offenkundig in ein Alternate Reality Game geraten.

Was bislang bekannt ist findet sich im Argreporter-Forum und im Blog. Bei Google Docs gibt es ein Dokument, das die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Postsendungen sammelt, um Muster zu erkennen. Es geht in jedem Falle um den „Herrn deiner Angst“ – man darf gespannt sein, wann die Website mehr hergibt als ein bedrohliches Augenmotiv. (Die Augen deuten ja fast darauf hin, dass es wieder um einen Fitzek geht.)

Eigentlich verwundert es mich ein wenig, dass noch kein Rollenspiel-Verlag Produkte mit ARGs bewirbt. Bei einem nicht-realen oder zeitversetzten Setting ist der Grundsatz „This Is Not A Game“ zwar nicht richtig umzusetzen, dafür haben Rollenspieler die nötige Fantasie, um dennoch Immersion aufkommen zu lassen. Wo bleiben die ARGs von Pegasus und Ulisses? (Zum Untotenband wäre doch ein ARG mit einem Zombiewalk-Finale sehr passend gewesen …)

2 Gedanken zu “Alternate Reality Games: Irgendwie auch ein RPG-Genre

  1. Ich darf wohl vermutlich nicht ins Detail gehen, aber es gab solche Pläne durchaus schon von namhaften Verlagen.
    Leider war der Mut nicht groß genug für ein wirklich großes Budget, daher war man auf freiwillige Helfer angewiesen. Auch wenn sich ein paar fanden, wurde nicht genug Arbeitskraft auf freiwilliger Basis motiviert um das ganze durchzuziehen.
    Für 1-2 tausend Euro mehr wäre damals sicher auch was draus geworden.

  2. Dann hoffen wir mal, dass die Verlage so etwas künftig stärker forcieren – und mehr Mut aufweisen. Ein passenderes marketing-Instrument kann es ja für RPG-Verlage kaum geben.

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