Artefakt #28 – eine Kurzrezension

Bildquelle: fis-ev.de

Ich hab ja bei Greifenklaue den „Blitzpreis“ abgeräumt – und der bestand in der neuesten Ausgabe „Artefakt„.

Damit halte ich das erste Mal eine Ausgabe dieses Magazins in Händen, das ab jetzt nur noch einmal jährlich erscheinen wird (statt zweimal). Ich war positiv überrascht und ein wenig enttäuscht, das Heft erst jetzt entdeckt zu haben. Zum Inhalt:

  • Abgekartetes Spiel: Artikel über würfelloses Rollenspiel – Der Artikel befasst sich damit, wie man den Ausgang von Konflikten und Herausforderungen (eben „Proben“) anhand eines Tarot-Decks anstelle von Würfeln bestimmt. Ich fand das sehr spannend, glaube aber nicht, dass ich eine meiner Gruppen dazu bringen werde, das auszuprobieren: Das System ist ihnen vermutlich zu schwammig und zu narrativ orientiert.
  • Das Dorf der Verdammten: universelles Szenario – In meinen Augen der schwächste Beitrag zum Heft, das Abenteuer wirkt etwas stereotyp und linear, kann aber als One Shot vielleicht einen Abend Spannung und Unterhaltung bieten.
  • Unendliche Weiten. Das Weltall aus physikalischer Sicht – Einige harte Fakten zum (Über-)Leben im Weltall: Schwerkraft, Temperatur, Druck etc. Für SciFi-Spieler sicher nützlich.
  • Das Kreuz mit dem Horror: Essay über Horror-Kampagnen – Ein hübscher Essay über Vor- und Nachteile moderner Horror-Systeme. Gerade das Problem der Einstiegsmotivation von Charakteren, die einem „bürgerlichen“ Beruf nachgehen, ist gut behandelt – und leider klappt das mit der Absprache zwischen SL und Spielern, kompatible Charaktere zu bauen, nicht immer. (Insider-Stichwort: Der FBI-Voodoopriester.) Das ebenfalls angesprochene Problem zu umfangreichen OT-Wissens der Spieler kann m.E. nur dadurch gelöst werden, dass man entweder das System ab und an wechselt oder sich nicht sklavisch an den Kanon hält.
  • Jäger und Gejagte: All Flesh Must be Eaten-Abenteuer, auch für Cthulhu und Kult geeignet – Ich möchte nichts vom Inhalt spoilern, daher sage ich nur: Das Abenteuer hat mich überzeugt, und ich werde versuchen, es in einer meiner „offeneren“ Runden anzuspielen. Die Regeln zum Zombie-Verfall und die beteiligten Unternehmen sind auch anderweitig verwendbar, der im Hintergrund mitschwingende Twist ist gut gelungen.

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