Cyclopean Citadels

Ein zyklopäisches Konstrukt zum Rollenspiel. Irgendwann jedenfalls.

“Geistige Eigentumsrechte” an Charakteren

by anouphagos

Weil mir der Gedanke heute früh kam, wollte ich die juristisch Informierten unter den Lesern fragen, wie die Rechtslage ist: Darf ich eine Geschichte über einen Charakter schreiben und veröffentlichen, den ich mir nicht selbst ausgedacht habe? Szenario:

Ich leite ein Abenteuer mit meinem Plot und natürlich einigen Charakteren, die die Geschichte mit voran treiben. Die Geschichte will ich dann in einer Kurzgeschichte, einem Roman o.ä. verwenden. Brauche ich dafür die Zustimmung des Spielers/der Spieler, gerade, wenn ich ihre Charaktere 1:1 übernehmen will?

(Es handelt sich um eine rein akademische Frage, normalerweise sollte man sich in einer Spielrunde ja ausreichend verstehen, um das irgendwie klären zu können. Mich interessiert nur der Komplex Urheberrechte, und das schien mir ein spannendes Fallbeispiel zu sein.)

Plotsprenger #3: Marotten und Probleme am Spieltisch

by anouphagos

In der dritten Folge vom Plotsprenger dreht sich alles um kleine persönliche Fehler, Angewohnheiten wie auch um die großen Marotten am Spieltisch: Vom Trunkenwerden bis zum IT-OT-Durcheinander, vom Aberglauben bis zum Powergaming. Viel Spaß! Und kommentiert wie gewohnt fleißig, was wir alles übersehen haben. Bis zur nächsten Ausgabe wird es wohl mindestens zwei Wochen dauern.


Direkt zur Datei hier entlang!

Ein kleines Inhaltsverzeichnis, von dem wir aber ab und an abweichen – eher Stichwortverzeichnis als Tagesordnung, und leider noch ohne Timestamps:

Marotten im Rollenspiel

  1. Metagaming
  2. Vermischen von IT und OT
  3. Mit dem Meister rumdiskutieren
  4. “Schlechtes Rollenspiel” und der Vorwurf schlechten Rollenspiels
  5. Schummeln
    1. Als Spieler
    2. Als Meister
  6. Der Charakter als Penisverlängerung
  7. Powergaming
  8. Die Plotsprenger – Vom Gruppenkiller bis zum Taschenlampenfallenlasser
  9. Aberglaube, Würfelglück und die lästige Stochastik
  10. Outtime-Blasen (auch: Werte nennen) und andere Atmo-Killer
  11. Übertriebener Alkoholkonsum

And now for some unrelated picture:

Das also ist dieses ominöse "Pen and Paper" ...

Das also ist dieses ominöse “Pen and Paper” …

Endlich traut man sich: Deutschsprachiges RPG-Crowdfunding

by anouphagos

Leider kann ich die Javascript-Slideshow hier nicht einbinden – daher ein Link auf das Projekt (via Almanach und Tanelorn): FateToGo startet sein Funding auf der Plattform StartNext, in Deutschland. Ich bin sehr gespannt, was da raus kommt – und überlege schon, den lokalpatriotischen Reward (“Dankeschön”) zu ordern:

From Nürnberg with love!
Du erhältst (neben dem F2G-Digital-Paket und Timmys Dankeschön-Postkarte) ein komplettes und persönlich für dich signiertes F2G Steel-Case Deluxe. Dein Name erscheint außerdem auf der Supporter-Liste im F2G-Regelwerk und in der „Special thanks to“ -Liste auf fate-to-go.de. Du erhältst den Aspekt „Sogar besser als Lebkuchen!“.

Aus Kickstarter haben wir gelernt (siehe Plotsprenger #2), dass man ein Video für erfolgreiches Funding benötigt. Ergo:


(Anmerkung: Ganz unten bei der Registrierung findet man dann die komfortable Facebook-Registrierung – das sollte eigentlich oben hin.)


Plotsprenger #2: Crowdfunding

by anouphagos

In der zweiten Episode des Plotsprengers widmen wir uns kurz (25 Minuten) dem Thema Crowdfunding. Wir versuchen, einen kursorischen Überblick zu geben und mögliche Entwicklungen aufzuzeigen – wir bitten um viele Kommentare, was wir alles vergessen haben.


Wer direkt die Datei will, geht hier entlang.

Domi hat diesmal Timestamps extrahiert, die euch einen detaillierten Überblick über die Themen der Sendung ermöglichen. Hier finden sich auch die Links zu erwähnten Artikeln:

Den Rest des Beitrags lesen »

Die erste Ausgabe “Cthulhus Ruf”

by anouphagos

Sie liegt schon seit einigen Tagen auf meinem Stapel ungelesener Printpublikationen – nun bin ich endlich dazu gekommen, die erste Ausgabe von “Cthulhus Ruf” (CR) durchzulesen, pünktlich zu ihrer offiziellen Veröffentlichung. Danke nochmal für das Rezensionsexemplar. Ich will hier kurz meine Meinung zum Heft äußern, ausgedehnter bespreche ich CR dann in der Cthulhu Libria 45.

Zunächst zu den Rahmendaten: Man bezahlt 6.- für 80 Seiten Content, das ist auf die Seitenzahl umgerechnet fast genau so viel wie die Cthuloide Welten kostete. Diese hatte allerdings eine Bindung, CR ist geheftet – dafür wurden ihr einige Farbseiten spendiert. Ich finde das Layout sehr ansprechend und moderner als das der CW. Besonders gefallen hat mir die Aufmachung des A3-Covers als Zeitung.

Relevanter sind natürlich die inneren Werte, und davon hat CR einige zu bieten. Frank Heller steuert ein Grußwort bei. Die “Flüstertüte” ist eine subjektive Kolumne, in deren erster Ausgabe es um die Frage geht, ob man HPL eher als Pulp-Autor oder als Literaten ansieht. Ein Porträt des Horror-Autors Mievielle untersucht u.a. motivische und stilistische, aber auch charakterliche Gemeinsamkeiten mit Lovecraft. Rollenspieltheoretisch geht es um Railroading und in den Sach- und Themenartikeln um Lokalität (und Lokale) und Murnaus Filmtechnik. Eine neue Rubrik stellt in jeder Ausgabe eine historische (?) Person und ihre Verwendungsmöglichkeiten als Teil des Mythos vor.

Die drei Abenteuer habe ich mir – auch, weil ich sie vielleicht selbst spielen möchte – nur zum Teil zu Gemüte geführt – und was ich gesehen habe, überzeugt. “Das Camp” ist ein Abenteuer mit jugendlichen Charakteren (von denen eine handvoll vorgefertigt mitgeliefert wird), das schöne Stimmung und viele Anspielungen verbindet. Mit dem Piraten-Setting von “Des Totenmanns Kiste” konnte ich mich trotz Lektüre der Materialien bei der CW bis dato nicht anfreunden, aber das könnte der richtige Spielleiter sicher ändern.

Fazit: Der Kauf lohnt sich für alte Leser der CW genauso wie für jeden Mythos-, Lovecraft- oder CoC-Fan. Auf der RPC kann man sich sein Exemplar direkt abholen, ansonsten gibt es das Heft auf der Website zu bestellen.Versand erfolgt nach der RPC.

Cthulhu Libria 44 erschienen

by anouphagos

Von mir ist in dieser Ausgabe leider nichts zu finden – mir blieb keine Zeit, etwas zu schreiben. In der kommenden Ausgabe gibt es dann aber vermutlich eine Rezension zu “Cthulhus Ruf” von mir. Zum Inhalt der Nr. 44:

Fhtagn!: Begrüßung
News aus R’Lyeh
Lovecraftsche Vorschau
Schlaflos!: Dillettanttissmuss
Novitätenbericht des Monats
Weitere Neuerscheinungen
Con-Kalender
Kioskgeflüster
Pressemeldung zum Vincent Preis
Rezicenter:
 Mit Buchbesprechungen von Florian Hilleberg, Eric Hantsch, Benjamin Kentsch und Elmar Huber
Verlagsvorschau 12/13
Kioskgeflüster Vorschau 12/13
Phantastisches Allerlei:
 Ein Interview mit Uwe Voehl zu der neuen Zaubermond-Anthologie Die Teufelsanbeter
Aus dem vergessenen Bücherregal: Mit einer Buchbesprechung von Thomas Hofmann
Imaginatio Lux: The Haunter of the Dark

Warum Björn Jagnow seinen DSA-Roman bei Kindle (wieder-)veröffentlicht

by anouphagos

Björn Jagnow antwortet Thomas Michalski auf dessen Frage, warum er für die Wiederveröffentlichung von “Wilde Jagd” auf den Selfpublishing-Weg über Kindle zurückgreift. Sein Argument sind die Konditionen:

Allerdings ist Amazon der erste Geschäftspartner, der gleichzeitig hohe Honorarsätze abrechnet, kleine Projekte annimmt, potenziell große Nutzerkreise erreicht und regelmäßig ohne Aufforderung zahlt. Das müssen die traditionellen Verlage erst einmal nachmachen.

Dass das für Special-Interest-Publikationen wirklich immer der beste Weg ist, hat u.a. Charles Stross in Zweifel gezogen. Eine kleine Analyse drüben bei Alles Fliesst.

Kickstarter: Zwei Fonts für cthuloides Design

by anouphagos

Eher ein bisschen Sparte, aber viele RPG-Spieler (und gerade die bibliophilen Cthulhu-Fans) sind ja auch ansonsten nerdy genug, sich für Typographie und Schriftsatz zu interessieren: Auf Kickstarter sammelt Thomas Phinney für ein Revival der Columbus, der Schriftart der CoC-Bände. Ab 48$ bekommt man den vollen digitalen Satz. (Via YSDC.)

H.P. Lovecraft & Call of Cthulhu

Cristoforo has a huge history here. Its predecessor, Columbus, was the typeface used to create the logo for the Call of Cthulhu roleplaying game, inspired by the horror fiction of H.P. Lovecraft. The Call of Cthulhu RPG first appeared in 1981, and for over a decade Columbus appeared on the covers of not only the game rulebook, but also a couple of dozen supplemental books and adventures. After falling out of use on supplements, it continued to be the primary game logo until about 2004. Columbus has an iconic status among many fans of the game and/or Lovecraft. The game introduced many to Lovecraft’s fiction, and the campaign adventure Masks of Nyarlathotep, which I designed most of the “clues” for, remains the highest-rated campaign or adventure ever published for any role-playing game.


PS: An die nerdigen Leute, die sich damit auskennen: Wie ist es eigentlich um den rechtlichen Schutz von Schriftarten bestellt? Ich habe dazu neulich diese Ressource entdeckt und frage mich seitdem, ob es überhaupt rechtliche Konsequenzen haben kann, wenn man Schriftarten “klaut”. Scheint in der Branche jedenfalls Usus zu sein.

PPS: Die Einbindung von Kickstarter-Videos bei WP.com ist sehr unkomfortabel. Und sieht schlecht aus.

Interview zu “CoC: The Wasted Land” mit Tomas Rawlings

by anouphagos

Auch wenn Domi das Spiel nicht so toll fand: Bei YSDC findet sich ein von Cthutube erstelltes Interview mit Tomas Rawlings, dem Entwickler von TWL. Im Channel stecken noch mehr, etwa How To Make An Indie Game Pt. 1-3.

Hörenswert trotz der mediokren Qualität – allein wegen des britischen Akzents. Bei den Übersetzungsarbeiten hatte ich ja nur per Mail mit ihm zu tun.

Achja, sollte es jemand noch nicht mitbekommen haben: Das Spiel erscheint auch für PC. (Die Pressemitteilung enthielt mir zu viele Hinweise auf ”The Intel AppUpSM center” um sie zu veröffentlichen.)

Kurzrezension: Kartenglück und Schicksalszeichen

by anouphagos

KuS habe ich erworben, weil es a) eine schöne Publikation ist und b) zu einem aktuell von mir sehr gerne gespielten Charakter passt, einem wahrsagenden Norbarden. Die Karten besitze ich schon länger, war mit dem beigelegten Heftchen auch recht zufrieden. Aber etwas mehr kann ja nicht schaden.

“Kartenglück und Schicksalszeichen” liefert die im Begleitheft erwähnten Inhalte, nur etwas ausführlicher: Die Geschichte der Karten und ihre Funktion sowohl als Wahrsage- wie auch Glücksspiel-Instrument. Mein Schwerpunkt liegt auf ersterer, sodass ich zum “Boltan” nicht viel sagen kann – vielleicht äußert sich ein Leser, der das aventurische Poker anhand des Buches ausprobiert hat, inwieweit die Strategiehinweise hilfreich sind? (Und ob man den Hinweis wirklich braucht, dass Glücksspiel um Geld in Deutschland ohne Konzession strafbar ist?)

Zur prophetischen Verwendung: Leider wurde dem Buchnur eine neue Legevariante spendiert, die “Mondsichel”. Man ist also weiterhin mit einem Tarot-Buch für 35 Cent vom Flohmarkt besser bedient – denn wirkliche aventurische Eigenarten haben die Systeme alle nicht. (Und, lieber Ulisses-Verlag: Den Hinweis, dass es sich bei Kartenlegen nicht um eine valide und reliable Möglichkeit der Prognose handelt. hättet ihr euch sparen können. Als Skeptiker danke ich trotzdem für den guten Willen.) Für die Deutung und die aventurische Symbolik sind die ca. 100 Farbtafeln zu den einzelnen Karten sehr hilfreich. Die Erläuterungen zur Gabe Prophezeien werden ergänzt durch ein neues Berufsgeheimnis (Inrah), sodass mich das Werk zusätzlich zu den 25.- auch noch 50 AP gekostet hat – aber das war es wert.

Ein eigenes Kapitel widmet sich der Verwendung der Karten als Zufallsgenerator – als Ergänzung oder Ersatz für Würfelwürfe oder zum Erstellen ganzer Abenteuer. In der Theorie fand ich das recht gelungen, ob es sich am Spieltisch bewährt. kann ich noch nicht sagen. Hat das jemand schon ausprobiert?

Fazit: Für meine Zwecke hat sich die Anschaffung auf jeden Fall gelohnt. Und es steckt definitiv noch mehr darin, gerade für Storytelling-basierte Meister und Spieler.

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