Cyclopean Citadels

Ein zyklopäisches Konstrukt zum Rollenspiel. Irgendwann jedenfalls.

Monat: Februar, 2013

Kurzrezension: Dementophobia

by anouphagos

Ich beschränke mich in dieser Kurzrezension auf ausführliche Stichpunkte zu den einzelnen Abschnitten. Ich habe den normalerweise 29,95€ teuren Band Dementophobia in einem Gießener Rollenspielladen, der nun leider schlißet, für die Hälfte erworben. Er umfasst 230 Seiten und ist in gewohnter Optik und Ausstattung von Pegasus Press. Was mir auffiel: Quellenteil:

  • Kurzer historischer Abriss der Psychiatriegeschichte mit relevanten Geistesgrößen wie Freud und Mesmer im Portrait – leider ohne tieferen Mythosbezug. Etwa die Idee, dass Freud seinen Traumdeutungen durch Träume auf die Schliche gekommen ist, die ihm der Große Cthulhu gesandt hat, fände ich reizvoll. Vielleicht findet sich so etwas im referenzierten CW-Artikel, den ich aber leider nicht vorliegen habe. Schade, ein Reprint hätte sich hier gut gemacht.
  • Darstellungstipps für den Spielleiter, der seinen Spieler ein gutes Vorbild liefern und Geistesstörungen realistisch präsentieren will.
  • Eine Referenz wichtiger Filme mit psycho(patho)logischen Themen – leider fehlt mir hier einer meiner liebsten Vertreter dieses Genres, Shutter Island. [Edit: Der kam ja erst nach dem Buch raus ...]
  • Umfangreiche Tabelle, die verschiedene Ursachen psychischer Traumata mit Vorschlägen für temporäre (kurz- und langfristige) Störungen und geistige Umnachtungen verbindet.
  • Ausführliche Hintergründe und Beschreibungen verschiedener psychischer Störungen, von affektiven Problemen (Depression und Manie) über Schizophrenie bis hin zu Alkoholismus und Spielsucht. Dieser Abschnitt ist sehr liebevoll aufbereitet und liefert unzählige Anregungen, auch wenn man zur Verwendung in Cthulhu Now vielleicht an der einen oder anderen Stelle die Wikipedia ergänzend und modernisierend konsultieren sollte. Unverständlich bleibt mir auch, warum Kokain und Psilocybin sich ein Kapitel teilen – ich vermute eine falsche Überschrift des Abschnitts. Gerade bei Drogen rate ich dringend, andere Quellen (ergänzend) zu nutzen. Bei den Störungen des Sexualverhaltens geht der Quellenteil recht behutsam vor, was mich nicht stört – wer etwa einen Abschnitt über Pädophilie vermisst, kann auch hier andere Quellen bemühen.
  • Den Abschluss des Quellenteils macht ein langes Kapitel über Therapiemöglichkeiten, Heilungswahrscheinlichkeiten, historische Gesundheitssysteme und wesentliche Geistesgrößen der Therapiegeschichte. U.a. wird hier C.G. Jung als Kenner des Mythos eingeführt – leider fehlt aber eine inhatliche Definition dieser Kenntnis, lediglich ein Wert von 5% deutet auf Berührungspunkte hin. Schade!

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Plotsprenger Staffel 2 – Episode 1

by anouphagos

Wir freuen uns, jetzt im neuen Jahr und nach einem halben Jahr Pause endlich wieder einen Plotsprenger rausbringen zu können. In der ersten Episode der zweiten Staffel unterhalten wir uns darüber, was wir in der Zwischenzeit rollenspielerisch erlebt, gelernt und beobachtet haben. Viel Spaß!

Zum weiteren Publikationszyklus: Wir bemühen uns, alle 2-3 Wochen eine neue Episode zu bringen, können aber aufgrund anderweitiger Verpflichtungen nur beding versprechen, dass uns das auch gelingen wird …

Link zur Datei

Download: PlotsprengerStaffel2Folge1

Mein HPL-Vortrag letztes Jahr

by anouphagos

Soeben stolpere ich in meinen alten Evernote-Notizen über die Dateien zu meinem HPL-Vortrag, den ich vor einem Jahr vor der GKPN hielt und der es sogar in die Zeitung schaffte.

Lovecraft zu den aktuellen Lebensmittelskandalen

by anouphagos

Der Legende nach begann alles mit einer Platte verdorbener Meeresfrüchte. Dass uns heute aus dem Kino, aus Comics, von Plattencovern und sogar aus den Schachteln von Lego-Bausätzen Tentakel entgegenschlagen, liegt einzig und allein daran, dass ein sensibler Sonderling aus Neu-England vor mehr als einem Jahrhundert mal etwas Falsches gegessen hat. [...] Dass er sich zeit seines Lebens nicht mehr von der entstandenen Übelkeit erholte, ist gesichert. „Von frühester Jugend an war mir jede Form von Fisch, Weich- oder Krustentieren ein Brechmittel“, schreibt Lovecraft in einem seiner Briefe.

19th Century Fish People Portraits No.42 – Original Art @ etsy

Sehr sympathisch – ich mag auch keinen Fisch. Unbedingt diesen zwei Jahre alten Artikel im Tagesspiegel lesen! Totholzmedien können manchmal doch was.

Achtung Cthulhu! bei Kickstarter

by anouphagos

Spielleiter- und Spielerhandbuch zu Achtung! Cthulhu werden gecrowdfunded:

The Keeper’s Guide is a full blown tome of dark knowledge that will detail Allied & Nazi special forces & intelligence agencies, mythical organisations, mystical missions and tomes, wonder weapon development, important equipment, campaign and plot ideas, key characters, vile creatures, and new rules for World War Two combat – in fact, a whole shoggoth’s worth of Cthulhu villainy, enough for any Keeper to have his investigators dead, insane, or running for their lives in no time! The Keeper’s Guide to the Secret War will be the essential wartime reference for any Keeper or fan of the Cthulhu Mythos. Watch our updates for more features!

The Investigator’s Guide is the definitive guide to the late 1930s and ’40s for use by players and Keepers alike. Inside you’ll find a whole kit bag stuffed with cool new occupations, skills, equipment, and backgrounds from all over Europe and the British Commonwealth. Find out how you can keep the homefires burning, and become part of the Allied war effort, or risk everything by joining either the partisans or the German forces fighting to heroically bring down the Reich from within! Watch our updates for more features!

Through the Guides, you’ll discover what life was like serving with the different military forces and on the Homefront, and to help you create both player characters and NPCs, you will find an array of both historically correct and fictional material – alternatively, you can run through the background generator to find out what dark secrets your past contains.

Für 30 Pfund gibt es die beiden Werke als PDF, gedruckt kosten sie 62 Pfund plus 10 Pfund für Versand innerhalb der EU. (Kickstarter)

“German Supplements” für CoC im YSDC-Wiki

by anouphagos

Wer sich am Aufbau der Kategorie CoC:GermanSupplements im YSDC-Wiki beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen. MIr fehlt die Zeit, aber vielleicht hat ja jemand von euch Ahnung, Material & Zeit. (via YSDC Forum).

Erste Einträge gibt es schon, u.a. zum ersten Regelwerk:

Lovecraft meets Brickfilm

by anouphagos

SFFaudio + Lovecraft + Lego = H.P. Brickcraft – Polaris

Eine kleine Galerie sehr detailreicher Lovecraft-Legomodelle. Unbedingt ansehen!

Der kleinste Mond des Pluto soll “Yuggoth” heißen!

by anouphagos

Unbenannt

Der kleinste Pluto-Mond soll einen Namen kriegen. Die wollen eigentlich Vorschläge aus der griechischen oder römischen Mythologie, aber wir wissen alle, dass der Mythos die überlegene Mythologie darstellt. Also votiert massenweise für Yuggoth!

(via YSDC)

Szenarioidee – Die Menschenfresser erobern das Internet

by anouphagos

“Ich hatte plötzlich so große Lust … auf weiches, weißes, junges Fleisch … auf neues Leben …”

Skizze: Auf einigen Verbindungsfeiern amerikanischer Universitäten ereignen sich gewaltsame Ausbrüche und Akte von Kannibalismus. Die Toxscreens ergeben sehr gemischte Resultate, aber alle Täter starben an drogeninduzierten Herzattacken und hatten eine nicht identifizierbare Substanz im Blut. Gleichzeitig gibt es in mehreren Städten völlig unmotivierte Amokläufe, deren brutaler gemeinsamer Nenner ebenfalls Kannibalismus heißt. Bestehen Zusammenhänge – oder wird einfach die zivilisatorische Decke immer dünner?

Kurzzusammenfassung für den SL: Die Tcho-Tcho rüsten auf. Genauer gesagt: New World Industries hat seine Drogenexperimente auf die Tcho-Tcho-Droge bak bon dzhow fokussiert – und die Zielgruppe ausgeweitet: Handlanger des Unternehmens vertreiben die Droge (“Dr. Dream”) über Bitcoin-gestützte, anonyme Plattformen, vor allem an ein zahlungswilliges und experimentierfreudiges junges Publikum. Außerdem bringen sie in allerlei Usenet-Gruppen für abseitige und perverse Neigungen brutale Apps und Browsergames in Umlauf, deren Wirkung auf die Konsumenten ähnlich verheerend ist … Die Server sind dezentral, aber die Aktivitäten des Netzwerks scheinen in Baltimore ihren Ursprung zu haben.

Handouts:

  • Überwachungsprotokolle der Netzwerke
  • Zoll-Beschlagnahmelisten, die ein großes Loch im Raum Baltimore aufweisen
  • Ein Schnipsel Programmcode, dessen Stil eindeutig auf einen exzentrischen, kleinwüchsigen Koreaner (?) hindeuten, der zuletzt an der Baltimore State lehrte und wegen unbekannten Gründen gekündigt wurde

Weitere Inspirationen:

PS: Vielleicht merkt es der eine oder die andere: Ich sichte gerade alte Notizen aus meinem Evernote-Gedächtnis, und heraus kommt eine etwas chaotische Zweitverwertung von Ideen und Einfällen als kurze Szenario-Blogposts. Vielleicht hat ja jemand anders Zeit, sie umzusetzen …

Ich bin Moloch – Eine Szenarioidee für Cthulhu Now, Unknown Armies etc.

by anouphagos

“Die Großstadt ist eine veritable Metapher für die Hölle.”

Skizze: In einer beliebigen westlichen Großstadt ereignet sich eine Reihe scheinbar unmotivierter, brutaler Verbrechen. Absichtlich hinterlassene Spuren deuten auf einen gemeinsamen Täter – doch sind die Verbrechen stets andere: Ein Raubmord, eine Vergewaltigung, ein Amoklauf mit elf Toten. Die meisten der Verbrechen scheinen sich an literarischen Vorbildern oder der Kriminalitätsstatistik zu orientieren. Bald kristallisiert sich der Verdacht heraus, dass die Taten einen rituellen Hintergrund haben. Und es tauchen die ersten Nachahmungstäter auf.

Anmerkung für den Spielleiter: Von Mexiko City über San Francisco bis nach Berlin, Budapest oder Rom: Es eignet sich eigentlich jede Großstadt für dieses Abenteuer. Auch Kapstadt oder Tokyo können den Hintergrund stellen, auch wenn es hierzu vielleicht etwas mehr Anpassung bedarf. Als System eignet sich alles, was modernen Horror darstellen kann: Cthulhu Now, Unknown Armies, WoD, …

Kurzzusammenfassung für den SL: Der junge Fotojournalist Bart Heim entdeckt bei einem Online-Auktionshaus eine exklusiv zu versteigernde App, die ihn sofort magisch in Bann zieht. Er erwirbt sie für den Spottpreis von 1,99$ – und seiner geistigen Gesundheit. Denn es handelt sich um ein digitales Artefakt, das ihm zwar unglaubliche Möglichkeiten der körperlichen Wandlung ermöglicht, ihn aber gleichzeitig in einen mörderischen Wahnsinn treibt: Alle kleinen Aggressionen, die aus dem Zusammenleben der Großstadt entstehen, kumulieren in ihm und er wird zu einem Schatten der Stadt. Gibt es eine Möglichkeit, ihn zu stoppen?

Handouts: Kriminalitätsstatistiken, Spurensicherungsberichte, Hinweise auf die App, die auch in anderen Auktionshäusern auftaucht …

Weitere Inspirationen:

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