Cyclopean Citadels

Ein zyklopäisches Konstrukt zum Rollenspiel. Irgendwann jedenfalls.

Monat: Januar, 2012

Das Getränk zur Zombie-Chronik

by anouphagos

Zu diesem Drink kann man nur noch “Brrraaaaiiinsss!” sagen.

 

Zum One-Page-Wettbewerbe bei Greifenklaue, wo ich ja bereits den Blitzpreis abgeräumt habe, habe ich übrigens ein Winter-Zombie-Abenteuer eingereicht. Ich denke schon darüber nach, das noch vor dem Einsendeschluss zu bloggen – mit Auswertung und allem könnte das gut und gerne bis März dauern, bis alles draußen ist, und dann macht ein Winterabenteuer nicht mehr so viel Sinn. Der “Alien Brain Hemorrhage” würde jedenfalls gut zu diesem Abenteuer passen – das ist pulpig wie die Belegschaft der Kneipe im Video …

Und weil ich gerade beim Thema bin: Wie haltet ihr das eigentlich mit Alkohol am Spieltisch? In meinen beiden “Hauptgruppen” handhaben wir das nämlich recht unterschiedlich. Während eine immer (nach Kräften) konzentriert und stocknüchtern abläuft, leidet die andere darunter, dass nach drei Stunden die meisten Leute gut angeheitert und ein Spieler meist schon eingeschlafen ist. Was mehr Spaß macht ist freilich Geschmackssache.

“The Wasted Land” veröffentlicht

by anouphagos

Vorerst nur für iOS: Red Wasp Design veröffentlicht heute das Single-Player-Spiel “CoC: The Wasted Land“. Der Christmas Calendar der Jungs war super, genau wie die Interviews über Spieldesign (auch wenn die Tonspur den Spaß etwas trübt):

Hatte schon jemand Gelegenheit, das Spiel auszuprobieren und kann Erfahrungswerte beisteuern? Ich habe ein Android und muss mich daher leider noch etwas gedulden …

Update: Nun gibt es auch den offiziellen Launch-Post.

Der Rollenspieler: Ein abergläubischer Zeitgenosse?

by anouphagos

Ein Artikel bei den Teilzeithelden (der zu einer eher unnötigen Diskussion über dessen Qualität führte) listet als eine der Regeln am Spieltisch:

Die hei­li­gen Würfel

Unter den Rol­len­spie­lern gibt es sehr viele Leute, die einen aus­ge­präg­ten Aber­glau­ben entwickeln, was ihre Wür­fel angeht. Des­halb zum Abschluß ein gut­ge­mein­ter Rat:

Fasse nie­mals die Wür­fel von ande­ren Spie­lern an, ohne vor­her zu fragen!

Der angesprochene Aberglaube ist mir auch schon aufgefallen. Eine Spielart ist, dass ein Spieler tatsächlich glaubt, seine Würfel könnten durch andere Spieler “verdorben” werden: Insbesondere durch Spieler wie mich, die im Allgemeinen besonders bei DSA schlecht würfeln. (Ich habe eine Tendenz zu hohen Würfen – was bei DnD und Star Wars wiederum vorteilhaft ist. Und ja, es ist mir bewusst, dass ein W20 ein angenäherter platonischer Körper sein sollte und es daher keine Tendenzen geben kann. Das ist vermutlich mein Aberglaube.)

Ein anderes Szenario: Der Spieler braucht bestimmte rituelle Gesten. Etwa, nur auf Holz zu würfeln oder nur auf dem Charakterbogen; oder das Ergebnis durch “gefühlvolles” Abrollen der Würfel auf der Oberfläche positiv zu beeinflussen.

Die Gegenseite zum Ritus des Würfelnden: Das Verhalten der anderen Spieler während des Vorgangs. Ein Spieler unserer Gruppe glaubt etwa (wenn auch ein bisschen scherzhaft), wenn die Mitspieler einen Wurf “callen”, ihn also ankündigen, passiert er auch. (Und das Problem: Wie das menschliche Hirn so funktioniert, merkt es sich vor allem, wenn dies dann auch tatsächlich eintritt, und nicht die 19 Würfe auf W20, bei denen es nicht passiert.)

Das ist alles natürlich statistischer Unsinn. Am schlimmsten: Das “Rauswürfeln” schlechter Ergebnisse. Wenn man die 3W20 ab und an einmal auf den Tisch fallen lässt, ohne eine Probe abzulegen, und dabei der Patzer herauskommt, dann sinkt in der Vorstellung die Chance, dass bei der nächsten Probe wieder ein Patzer passiert. (Blödsinn, denn Würfel haben kein Gedächtnis.)

Und das waren nur my two cents zu Würfeln und Würfen – welchen Aberglauben kennt ihr vom Spieltisch?

Cthulhu Libria #41 erschienen

by anouphagos

Die neue Ausgabe CL ist da. Wer das Magazin nicht kennt: Darin versammeln sich vor allem Rezensionen zu Horror und dunkler Phantastik, Verlags- und Veranstaltungsvorschauen. Und es gibt in jeder Ausgabe eine abgeschlossene oder Fortsetzungs-Story. Diesen Monat hielt mich meine Bachelorarbeit (aus der es hier u.U. auch noch Auszüge geben wird) davon ab, etwas beizusteuern, für den Februar lasse ich mir aber wieder etwas einfallen. Die Ausgabe gibt es hier mit weiteren Infos.

Cthuloides im Ersten Weltkrieg

by anouphagos

Nein, in diesem kurzen Link-Tipp geht es nicht um “Niemandsland” – auch wenn dieser Band in unserem Keller nun verfügbar ist. Ein erster Blick hinein hat mich übrigens nicht ganz überzeugt, ich mochte nicht, was sie aus Ernst Jünger als NSC gemacht haben, und ein bisschen vermisste ich auch Mythos-Bezüge. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur die falschen Kapitel gelesen?

Es geht um diesen Blogpost bei Red Wasp Design, der sich mit Lovecraft im WWI befasst. Das lässt also hoffen, dass der Weltkriegs-Hintergrund in “CoC: The Wasted Land” gut ausgearbeitet wird. Zum Spiel:

Set in the midst of World War One, the game pits a team of investigators and soldiers against an ancient enemy, older than humanity itself, who is using the carnage of the great war to build an undead army deep beneath the battlefields of Europe.

Ich bin sehr gespannt – das Spiel gibt’s zuerst für iOS und danach erst für Android. Das Release soll laut Twitter “a matter of weeks not months” sein …

PS: Hey guys! I want this game for Android! And I want it fast! Please!

Ein paar bibliophile Fotos

by anouphagos

Arkanil hat vor ca. einem Jahr aufgerufen, Bilder der eigenen DSA-Bibliotheken zu posten.

Unsere Regelwerke - im Schwerpunkt: DSA.

Dem Aufruf kam ich nun nach, mit einem Foto unseres kollektiven RPG-Keller-Regals. Was auffällt: Erstens handelt es sich nicht nur um DSA-Werke, dazwischen findet sich auch das ein oder andere Shadowrun- und Cthulhu-Buch. (Einige Boxen fehlen übrigens auf dem Foto, etwa die Dunklen Zeiten.) Und zweitens: Es ist nicht gerade aufgeräumt. Aber so sieht’s nun mal aus. Und Ordnung hat auch so manchen Nachteil.

Und zur Abrundung noch das, was als “Arbeitsmaterial” oder zur Sammlung bei mir steht. Das erste Bild zeigt die BdW-Materialien incl. der Expansion-Packs in ihrem Karton, im zweiten Bild habe ich sie ausgepackt und eingereiht:

Das erste Mal FATE: Ein Bericht

by anouphagos

Gestern wagten wir uns an ein rollenspielerisches Experiment: Wir probierten das FATE-System aus, in Form des Malmsturm-Regelwerks. Wie das bei ersten Spielabenden mit neuen (und innovativen) Systemen ist, waren wir nur bedingt regelfest und haben vermutlich ein paar spannende Aspekte von FATE außen vor gelassen.
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HPL als Philosoph: Quellensuche

by anouphagos

Jeder Lovecaft-Fan kann etwas mit dem Begriff “cosmic horror” anfangen und hat sicherlich auch einige philosophische Assoziationen damit. Wer jetzt hofft, dass ich hierzu Erhellendes zu berichten weiß, muss sich noch ein wenig gedulden: Aktuell suche ich nämlich noch nach Quellen zu diesem Thema. Bislang bin ich auf das Folgende gestoßen:

  • H. P. Lovecraft: Against the World, Against Life (Michel Houellebecq)
  • Collected Essays 5: Philosophy; Autobiography and Miscellany (Hrsg.: S.T. Joshi)
  • A Subtler Magick: The Writings and Philosophy of H. P. Lovecraft (S. T. Joshi)

Hintergrund ist, dass ich Mitte Februar einen Vortrag zum Thema vor der Gesellschaft für Kritische Philosophie halten werde. Da mir nur 45-60 Minuten für den Vortrag zur Verfügung stellen, genügt eigentlich ein Überblick, zumal ich in jedem Falle einen guten Teil der Zeit auf Biographie und Werk Lovecrafts werde verwenden müssen.

Fallen euch noch gute Quellen ein, die vor allem Lovecrafts philosophische Einflüsse und sein philosophisches Wirken behandeln? Und fällt jemandem ein, wie man hier für absolute Laien verständlich den Bereich Rollenspiel einbauen könnte? Vermutlich leider überhaupt nicht …

Cthuloides Teppich-Artwork

by anouphagos

Dark Water – In Chtulhu We Trust” lautet der Titel einer Teppich-Linie:

I created a collection of illustrations called Dark Water for Danish company EGE in production of carpets. And creating of the artwork was inspired by the stories H.P. Lovecraft and Cthulhu mythology. The project was implemented in 2010.

Besonders gelungen finde ich den Ouroboros im dritten Bild der Seite: Er erinnert mich an das, was ich über Noth-Yidik für einen YSDC-Wettbewerb geschrieben habe:

Noth-Yidik, the Lord of the Higher Dimensions (also called “Devourer of Space”), is often pictured as a blind, two-headed snake, forming an ouroboros or a lemniscate, its heads devouring one another. Most certainly this is only a metaphor: Most of the rare scholars keeping knowledge of it tend to reject the idea of any physical form or appearence. He – and strangely enough, there is no discussion about his sex – has been described as “a spawn of too high a dimension to understand”.

Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich die beiden Beiträge (über Noth-Yidik und über K’thun) im Blog eingestellt. Gewonnen habe ich bei dem Wettbewerb übrigens nichts. Liegt vielleicht an meinem schlechten englischen Stil … Aber wer Anregungen für ein extradimensionales Monster und eine widerliche Gebärmaschine des Mythos sucht: Tut euch keinen Zwang an!

(via reddit)

Evernote: Ein mächtiges Tool für den Spielleiter

by anouphagos

Ich bin ein Fan von Tools, die einem die Produktivität in verschiedenen Bereichen erleichtern. Ich bin außerdem ein Fan von zentralen Lösungen, wo ich alles, was mich zu einem bestimmten Gebiet gerade beschäftigt, auf einen Blick sehen kann. Das hilft beim Denken und beim Arbeiten.

Eine Lösung, die ich in der letzten Zeit für die Vorbereitung und das Leiten von Rollenspiel-Abenteuern mehrfach verwendet habe, ist Evernote. Dabei handelt es sich um eine mächtige, weitgehend plattformunabhängige Notizverwaltung. Aber eigentlich kann die Software noch viel mehr.

Dieser Blog-Post etwa ist in Evernote entstanden. Dort sammle ich nach einem bestimmten Template, also einer Notizvorlage, alle relevanten Quellen, Ideen und Argumente zu einem Thema, schreibe dann meinen ersten Entwurf und exportiere das (nach eventuellem Gegenlesen und Korrekturen) nach WordPress. Der Vorteil? Der Post ist zentral verfügbar, auf meinem Desktop-Rechner, auf dem Laptop, auf dem Handy. Es gibt Clients für Windows, Mac OS, iOS, Android und mittels Emulator auch für andere Plattformen. Es gibt mit Nixnote auch einen nativen Linux-Client, mit dem ich aber eher unzufrieden bin. Die Emulation mittels WINE klappt ganz gut, auch wenn die Software ein bisschen träge ist.

Screenshot von Evernote bei Erstellung dieses Artikels.

So sah dieser Artikel auf halbem Wege aus.

Ideen und Quellen lassen sich leicht verwalten. Und das kommt auch dem Rollenspiel zu Gute: Evernote hilft, sich gerade zu umfangreicheren Abenteuern und Kampagnen umfassende Notizen zurecht zu legen.

Bei Aktion Abenteuer etwa las ich kürzlich eine Rezension zur Cthulhu-Kampagne “Berge des Wahnsinns” (die dort eher als umfangreiches Abenteuer besprochen wird). Darin wird erwähnt, dass die Vorbereitung nicht gerade trivial ist: Es gibt Unmengen offiziellen und inoffiziellen Materials, Tipps in Foren und natürlich den Inhalt der Kampagne selbst. Dazu kommen noch zahllose Infos, die auf die Gruppe zugeschnitten sind: Charaktergeschichten, eventuell Charakterbögen, und natürlich die Dokumentation der Sessions selbst. Gerade als Spielleiter sollte man ja doch eine möglichst umfassende Chronik anlegen, um zu wissen, was vorgefallen ist.

Das alles macht Evernote ziemlich einfach: Für die Vorbereitung legt man einfach ein Notizbuch an, sammelt darin alle Webquellen, Handouts, Ideen, Plot-Hooks, die Hintergrundgeschichten und Charakterbögen der Spieler (als Scan oder als Dokument – Evernote ist sehr flexibel und speichert einfach alles). Dokumente und Mitschriften sind im Volltext durchsuchbar, in einer Beta-Version auch die Scans. Wenn man nun also statt in einem Notizbuch oder auf einem Block gleich mittippt, was alles passiert, hat man ein durchsuchbares Diarium, das man auch auf mehrere Notizbücher verteilen und taggen kann. Und wenn man keinen Rechner am Spieltisch will (was ich gut verstehen kann), lassen sich die Sachen einfach scannen oder abtippen.

Wenn man unterwegs die zündende Idee für ein neues Abenteuer hat oder im Web auf eine spannende Quelle stößt, speist man das rasch per Handy oder Webclipper in das Rollenspiel-Notizbuch ein – und verarbeitet es bei Gelegenheit. Die Sachen gehen nicht mehr verloren.

Aktuell sitze ich – auch wenn leider noch kein neuer Spieltermin feststeht – etwa an der Fortsetzung eines Abenteuers, für das schon einige Ideen zusammen gekommen sind:

Evernote-Screenshot

Unvollständiger Ausschnitt - ich darf ja meine potenziell mitlesenden Spieler nicht spoilern.

Das wird nun gefüllt, wenn mir Material über den Weg läuft wird das eingefügt, und schließlich wird zumindest der grobe Ablauf dokumentiert. Als Spieler muss ich übrigens zugeben, dass ich meine Notizen bislang lieber analog verwalte, also in eine Kladde schreibe oder (bei kürzeren Abenteuern) auf die Rückseite von anderen Dokumenten.

Nutzt sonst noch jemand Evernote oder andere Software für diese Zwecke?

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